Aikido-Wege

besser miteinander auskommen

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Im November 2011 habe ich das Konzept der gewaltfreien oder auch wertschätzenden Kommunikation entdeckt und bin Fan geworden. Angefangen hat es damit, dass ich einen kurzen Film über Empathie im Internet gesehen habe. Dort wird gezeigt, was im engeren Sinn nicht zu Empathie gehört: Zum Beispiel Bekundungen von Sympathie oder wohlmeinende Ratschläge. Da fühlte ich mich ertappt.

Der Begriff Empathie bezeichnet zum Einen die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen und zum Anderen die eigene Reaktion auf die Gefühle Anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls.

Dann stieß ich auf Marhall Rosenberg, den Begründer der gewaltfreien Kommunikation. Das war wie vorgezogene Weihnachten! Die Filmbeiträge mit ihm haben mich überrascht und begeistert. Ein paar Wochen später suchte ich im Internet nach dem Begriffspaar gewaltfreie Kommunikation und Aikido, um herauszufinden, ob sich schon mal jemand Gedanken dazu gemacht hat. Und ob, da hatte ich geradezu einen Trend verschlafen! Lehrer von Aikido-Schulen und Professionelle aus dem Spektrum Mediation und gewaltfreie Kommunikation bieten dazu Kurse und Seminare an.

Was könnte denn das Gemeinsame sein und was ist so spannend daran? Was mir spontan einfällt: Verbindung herstellen. Nur auf sich selbst zu achten ist nicht genug.
Wie stelle ich Verbindung her? Beispiel Empathie: Zuhören und nachvollziehen, was andere mitteilen. Versuchen ihre Bedürfnisse zu erkennen. Eventuell wiederholen, was ich glaube gehört zu haben. Danach erst die eigenen Vorstellungen und Wünsche mitteilen.

Wer meint, das sei kinderleicht, ist entweder sehr erfahren mit der Empathie — Einfühlung — und wird es vielleicht deshalb nicht kinderleicht nennen. Oder weniger erfahren und könnte Überraschungen erleben. Sich einlassen, ohne sich aufzugeben. Auch beim Aikido bewahre ich mich auf diese Weise letztendlich davor, Schaden zu nehmen oder anderen zuzufügen.

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